Gespann-Zeitung "Sidecar-Traveller"

 

Ausgabe 47 (12/2019)



Für ein paar Fotos von der RR 2019 bitte ins Bild klicken!


Für eine kleine Diaschau

der LSF 2019 bitte das Logo anklicken!


Ein paar Eindrücke von der Muldentalfahrt 2019



Sehr gut gemachte Fotos von

 

der Rallye Zschoop

 

2019 gibt es hier zu sehen.

 

(einfach auf das Foto links klicken)


In der neuen Mobil 3/4 2018 gibt es es auch etwas zur

Zweiradrallay-Meisterschaft zu lesen:



LSF 2018

 

 

An den Greifensteinen im Erzgebirge ging es in 2018 auf die Reise zur „46. Langstreckenfahrt 1000km durch Deutschland“. Traumhaftes Wetter sollte unser Begleiter werden und selbst in der Nachtetappe sanken die Temperaturen kaum unter 20 Grad. Die Regensachen konnten getrost zurückbleiben. Nach einem flott fahrbaren Slalom auf dem Parkplatz des örtlichen Auto-Kinos, gingen 75 Starter auf die Strecke. Die ersten Kontrollorte hatte Fahrtleiter Falk Preusche vom durchführenden MC Freital im ADMV, entlang des Erzgebirgs-Hauptkamms in Form von Koordinaten versteckt, die wir uns unterwegs durch lösen von Aufgaben erarbeiten mussten. Dadurch, dass wir freie Streckenwahl zwischen den Kontrollorten haben, führte die mögliche Strecke auch durch Tschechien. Wer diesen Weg wählte, wurde mit einem Blick in das Nordböhmische Becken belohnt. Nach dem Überqueren der Elbe bei Bad Schandau, warteten an der ersten vorher bekannten WP, Sportfreunde in Neustadt auf uns. Auch hier galt es einen Slalom zu bewältigen. Zum flotten Durchqueren eigentlich viel zu schade, ging es durch die Oberlausitz zu einer landschaftlich wirklich schön gelegenen WP, die durch eine kleine Kirschenallee führte. Die Mitglieder des MC Görlitz hatten hier in Jauernick-Buschbach ihr ganzes Können aufgeboten und eine anspruchsvolle und „tricky“ zu fahrende WP eingerichtet. Der Empfang der Fahrer fiel sehr herzlich aus und wir wurden mit Kaffee, Kirschkuchen und Getränken großzügig verwöhnt. Wie ich später aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfuhr, lag den Verantwortlichen das Wohl der Fahrer so sehr am Herzen, dass die eigenen Helfer zu unseren Gunsten nach getaner Arbeit nur noch das leere Backblech vorfanden. Sorry dafür, aber ich kann euch berichten, dass der Kuchen sehr lecker war! Weiter Richtung Norden, an den ehemaligen und noch bestehenden Tagebauen entlang, nach Welzow. Der Fahrleiter ließ uns den eigentlichen WP-Ort erst erfahren, nachdem wir am Aussichtspunkt einen Blick in den Tagebau getätigt hatten. Dann wartete das Spurbrett auf uns. So einfach und doch immer wieder eine Herausforderung! Herzberg war nun die nächste Station. Auf dem Gelände des Verkehrsgartens warteten die beiden Damen aus der Weber-Familie nebst anderen Helfern, auch hier mit einem Slalom, auf uns. Danach schnell noch tanken und ab nach Barby an der Elbe, der nächste Ort auf unserer Liste. Auf den Kilometern dorthin, wurde ich das Gefühl nicht los, dass diese Strecke ebenso in Südfrankreich sein könnte. Gut 30 Grad Hitze, vertrocknete Landschaften und Dörfer, wie ich sie hier noch nicht gesehen hatte. Wochenlange Trockenheit in 2018 hatte dafür gesorgt. Wir hatten gehofft, zeitig genug an der Gierseilfähre anzukommen, um ein paar Kilometer zu sparen. Das klappte, wenn auch 3 Minuten zu spät, denn die ersten Kollegen winkten fröhlich von der gerade ablegenden Fähre herunter und wir mussten auf ihre Rückkehr warten. Auf der anderen Elbeseite angekommen, galt es vor der Pause noch die Breite des Gespanns abzuschätzen und dann ging es ab zum vorbestellten Essen.

 

90 Minuten können sehr schnell vergehen und schon fuhren wir weiter in Richtung Fläming. Über Wiesenburg und Treuenbrietzen, wo einiges auf- und abzuschreiben war, landeten wir in Saarmund. Die Potsdamer Sportfreunde hatten hier am Bahngelände und nun schon in der Dunkelheit, eine knifflige Aufgabe für uns bereit. Mit einem Sack über dem Kopf, musste man einen vorher fixierten Punkt anlaufen. Auf den nächsten Kontrollort hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut. In Groß Kienitz, am Skandalflughafen BER, hatten meine Berliner Gespannfreunde eine WP für uns aufgebaut, die ein wenig anders tickte. Nach wiederum herzlichem Empfang bei Kaffee, Keksen und Getränken, sollten wir den abgesteckten Parcours möglichst in einer vorgegebenen Zeit umrunden. Differenzen in der erreichten Zeit konnte man am Ende des Parcours mit drei Würfen auf eine Dartscheibe verbessern. Wieder ein Highlight bei dieser abwechslungsreichen Langstreckenfahrt. Groß Kienitz war für uns der Wendepunkt, ab sofort ging es wieder in Richtung Süden. Am Schnittpunkt einer von uns gefahrenen Acht lag wiederum Herzberg, mit dem Verkehrsgartengelände, doch dieses Mal musste man bei den „Weber-Schwestern“ Saftsorten erschmecken. Anschließend bei Torgau ein letztes Mal die Elbe überquert und schon warteten die Wurzener Sportfreunde mit dem nächsten Slalom auf uns. Hier handelte ich mir die fettesten Strafpunkte meines Lebens ein. Am Wendepunkt gepennt und falsch eingefädelt. 13 Punkte auf mein Konto – oha! Besser lief es dann wieder bei Ronald Müller in der Nähe von Kaiserburg, wo er zusammen mit anderen Sportfreunden eine sehr eng gesteckte Rollprüfung für uns vorhielt.

Mit den ersten Silberstreifen am Horizont durchs schöne Flöhatal, (auf Chemnitz hatte ich keine Lust) erreichten wir dann wieder unseren Ausgangspunkt am Autokino in Geyer. Noch einmal alles auf Bestzeit in der hier aufgebauten WP geben und dann ab zum Zielbier in die Jugendherberge Hormersdorf.

 

So schnell sich diese Zeilen hier lesen, so schnell geht auch für mich gefühlt immer wieder die Langstreckenfahrt vorüber. Man hat nach den vielen Erlebnissen noch eine Weile „Denkmaterial“, aber schon nach wenigen Tagen gibt es nur noch ein sinnen:

 

 

Die nächste Langstreckenfahrt „1000km durch Deutschland“

 

 



Kontakt

 

Heinrich Wack

MAIL: info@hwo-elektronik.de

 

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